Neu im Genussführer – die Biothek in Wernigerode

Essen, Biothek, Wernigerode

Gutes Essen muss nicht teuer sein

Muss gutes Essen immer teuer sein? Muss es nicht! Auch in der neuen und mittlerweile vierten Ausgabe des Slow-Food-Genussführers 2019/20 (seit 1. Oktober erhältlich) gibt es wieder zahlreiche Empfehlungen für Gaststätten und Cafés, die nicht nur gut, sondern auch preiswert sind. So wie das Bistro in der Biothek in Wernigerode, die sich als Neuzugang zu den bisherigen acht Empfehlungen im Harz gesellt (siehe: Slow-Food: Die besten Restaurants und Cafés im Harz). 

Bistro im Bio-Laden: Gemüsecurry, Kartoffelpfanne, Rahmkohl mit Püree – und immer Suppe und Eintopf

Die Biothek ist eigentlich ein Bio-Laden. Der Weg zu hochwertigen, regionalen Zutaten in Bio-Qualität ist damit nicht weit. Im gemütlichen und entspannten Umfeld mit viel Holz und Grün kann man hier von Montag bis Freitag zwischen 11.30 und 14.00 Uhr günstig und gut zu Mittag essen. Bestellt und bezahlt wird am Tresen, serviert wird am Tisch.

 

Es gibt jeden Tag Suppe, Eintopf und ein zusätzliches Hauptgericht. Wer gerne Gemüse und Salat isst, kommt hier auf seine Kosten. Fleisch wird an manchen Tagen als Extra angeboten. Den herbstlichen Rahmkohl mit frisch gestampftem Kartoffel-Kürbis-Püree und Salat gibt es zum Beispiel mit und ohne Hackfleisch, die Kartoffelpfanne mit oder ohne Bouletten. So werden alle glücklich. 

 

Dass Lebensmittel hier wertgeschätzt werden, merkt man auch an den verschiedenen Portionsgrößen: Das Gemüsecurry mit Reis und Salat, das meine Freundin und ich heute essen, gibt es als mittlere und große Portion (auf dem Foto ist die mittlere Portion zu sehen), Suppe und Eintopf gibt es sogar in klein, mittel und groß. Jeder kann nach Hunger und Vorlieben sein Essen individuell auswählen und zusammenstellen. Die Preise liegen zwischen 3,95 Euro für die kleine Suppe und 8,50 Euro für die große Portion vom Hauptessen. 

 

Eis mit hohem Fruchtanteil – Sanddorn, Mango, Erdbeer

Eigentlich sind wir nach dem tollen Gemüsecurry satt, aber Inhaber Mirko Lehmann schwärmt so von seinem Eis, dass wir davon noch etwas probieren. Vor allem die Tochter meiner Freundin lässt sich nicht lange bitten und entscheidet sich für ein Erdbeereis. Bei einem Fruchtanteil von 50 Prozent ist das Eis ja quasi ein Obstsalat in der Waffel, so dass auch gesundheitsbewusste Eltern entspannt bleiben können.

 

Aus verschiedenen gefrorenen Früchten wählt man eine oder zwei Sorten aus. Es gibt Mango, Sanddorn, Kiwi, Himbeeren, Aroniabeeren, gemischte Beeren und Erdbeeren. Die Eismaschine verrührt die gewählten Früchte mit einer Grundmasse – je nach Geschmack – aus Joghurt, Milch oder Reisdrink. Schmeckt angenehm fruchtig und nicht zu süß. Die Tochter stören die Stücke im Eis. Macht nichts, wir helfen ihr gerne. Zu schade, dass der Sommer schon vorbei ist...

Slow-Food-Genussführer: Es geht nicht nur um Geschmack

Der Genussführer von Slow-Food empfiehlt bundesweit Gaststätten und Cafés. In der aktuellen, vierten Ausgabe gibt es 120 Neueinträge. 70 Gaststätten aus der letzten Ausgabe wurden gestrichen, teils, weil sie geschlossen haben, teils, weil sie die Tests nicht mehr bestanden.

 

Die Testgruppen von Slow-Food beschränken sich bei ihrem Urteil nicht nur auf Geschmack und Zusammenspiel der Speisen, ihnen geht es um mehr. Das Essen soll gut, sauber, fair, regional, saisonal, frisch, authentisch und preiswert sein. Inzwischen werben immer mehr Gastronomen mit regionalen Zutaten, das kommt gut an bei den Gästen. Woher die Rohstoffe wirklich kommen, sieht der Gast nicht. Die Tester von Slow-Food haken nach: Woher beziehen die Gastronomen ihre Waren? Was verwenden sie in der Küche? 

Die Test-Kriterien von Slow-Food

  • Sauber: Essen ohne Chemie und Geschmacksverstärker, das weder Mensch noch Natur schadet und zu der artgerechte Tierhaltung gehört
  • Fair: Die Menschen, die das Essen erzeugen und bearbeiten, können damit ihren Lebensunterhalt in Würde verdienen
  • Im Mittelpunkt steht das frische, regionale Grundprodukt, manchmal in Bioqualität, immer von kleinen, handwerklichen Erzeugern aus der Nachbarschaft, denen man zur Not auf die Finger schauen kann 

Gut auf den Punkt bringt die Prioritäten des Genussführers die Vorsitzende von Slow-Food Deutschland, Ursula Hudson: "Uns interessiert im Zweifelsfall mehr, wie das verarbeitete Rindvieh gehalten wurde, als die Haselnussnote im vierten Glied beim raffinierten Zwischengang".

Bistro in der Biothek

Biothek Wernigerode

Marktstraße 13

38855 Wernigerode

 

Telefon: 03943 557892

www.biothek-wr.de

 

Mittagstisch: Montag bis Freitag von 11.30 bis 14.00 Uhr

Hinweis: Der aktuelle Slow-Food-Genussführer wurde mir vom Oekom-Verlag kostenlos als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt. 

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Wer schreibt hier?

Mein Name ist Monika Herbst. Ich bin Journalistin, lebe in Braunschweig und verbringe meine Freizeit so oft es geht im Harz - mit Familienausflügen, Wanderungen, Mountainbiken und gutem Essen. Wo es im Harz am schönsten ist, könnt ihr in meinem Blog lesen. Mehr dazu:

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