Quedlinburg: Gute Laune trotz schlechten Wetters 

Harz-Urlaub mit Kindern, Regenwetter und keine Lust auf Hallenbad? Dann ab nach Quedlinburg! Kleine, bunte Fachwerkhäuser, ein nettes Spielzeugmuseum, wohltuende Gastfreundschaft und gelungenes Seelenstreichler-Essen lassen die dunklen Wolken vergessen - und mit etwas Glück sogar verschwinden.

Eingang Restaurant Schiller's in Quedlinburg
Freundlicher Service, gutes Essen, angenehmes Ambiente: Das Schiller's in Quedlinburg

Quedlinburg hat es gut: Die Stadt liegt im Nordosten des Harzes - und damit im Regenschatten. Das heißt, die Wolken regnen sich meist ab, bevor sie in Quedlinburg ankommen. Wenn es, wie bei unserem Besuch, doch mal regnet, dann meistens nur kurz. 

Schlossberg mit Stiftskirche in Quedlinburg
Schlossberg mit Stiftskirche in Quedlinburg

Und auch bei schlechtem Wetter ist man in Quedlinburg gut aufgehoben: Im Eisenbahn- und Spielzeugmuseum zum Beispiel, in dem die Kinder zwei Eisenbahnen per Schalter selbst zum Fahren bringen können, während die Erwachsenen so ungewöhnliche Fahrzeuge wie Schienenzeppeline bestaunen.  

Fachwerkhäuser entlang der Mauer am Fuße der Stiftskirche in Quedlinburg
Auf schöne Fachwerkhäuser trifft man zum Beispiel entlang der Mauer am Fuße der Stiftskirche in Quedlinburg

Am schönsten ist es aber, einfach durch die Straßen zu laufen, die tollen Fachwerk-Häuser zu bewundern und den weiten Blick vom Schlossberg zu genießen. 

Katze mit Spitzenvorhang auf "Hier wache ich!"-Schild
Einwohner mit Humor: Das Schild mit dem Foto einer Katze und der Aufschrift "Hier wache ich!" steht im Fenster eines Fachwerkhauses

Die beeindruckende Architektur hat der Stadt einen Platz in der Weltkulturerbe-Liste der Unesco verschafft. 1200 Fachwerkhäuser gibt es in Quedlinburg - und die haben viele Fans. Unterwegs trifft man immer wieder auf überwiegend grau-köpfige und beige-gekleidete Besuchergruppen.

Winzige Fachwerkhäuser in der Wassertorstraße in Quedlinburg
Winzige Fachwerkhäuser in der Wassertorstraße in Quedlinburg

Was uns besonders beeindruckt hat (und was wir im Harz oft genug anders erlebt haben): Wir haben uns als Gäste wirklich willkommen gefühlt. Das Essen war in beiden Restaurants (siehe Linkliste unten) liebevoll zubereitet, der Service freundlich und dank Sandkasten und Hühnergehege im Hof des Pfannkuchen-Cafés waren auch die beiden Fünfjährigen, mit denen wir unterwegs waren, glücklich und zufrieden. Die freundliche Kassiererin im Spielzeugmuseum hat den Kleinen ausführlich und geduldig erklärt, wie die Spielzeugeisenbahn aus dem Museumsshop funktioniert. Quedlinburg hat sich mal wieder von seiner besten Seite gezeigt - auch ohne Sonne!

Indian Summer in Quedlinburg. Mit grünen und roten Weinblättern beranktes Haus
Indian Summer in Quedlinburg. Mit grünen und roten Weinblättern beranktes Haus

Links: Wo essen und was tun in Quedlinburg

• Gut essen (herzhaft): Schiller's: Café, Restaurant, Bar

• Gut essen (süß) : Kaiser's Pfannkuchen-Café

• Ausflugsziel 1 (ideal mit Kindern): Eisenbahn- und Spielzeugmuseum

• Ausflugsziel 2 (als Schatzsuche auch für Kinder spannend): Dom und Domschatz Quedlinburg (Achtung, Montags geschlossen)

• Ausflugsziel 3 (bestimmt nett für Kinder, von uns nicht ausprobiert): Die Quedlinburger Bimmelbahn

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Kommentare: 3
  • #1

    Dorothee Kemper (Donnerstag, 25 September 2014 13:14)

    ...Schillers,so ein guter Tipp,Frau Herbst!
    Aber argentinisches Fleisch...geht gar nicht!!!
    Werde versuchen, den Inhaber/Koch von Slow Food zu überzeugen.
    Dorothee Kemper

  • #2

    monika-herbst (Donnerstag, 25 September 2014 14:07)

    Hallo Frau Kemper,

    aus Umweltgründen haben Sie unbedingt Recht. Und hätte Harzer Höhenvieh als Alternative auf der Karte gestanden, wäre das definitiv auch unsere Wahl gewesen. Aber: Im Zweifelsfall geht bei mir Tierwohl vor Umweltschutz. Daher wäre mir ein argentinisches Weiderind lieber als eines aus deutscher Massentierhaltung (Ist aber gerade eine eher theoretische Überlegung. Tatsächlich gegessen habe ich die sehr leckeren Veggie-Tagliatelle).

    Mein Mann hat das Steak genommen. Die Qualität war sehr gut. Und die Haltungsbedingungen scheinen zumindest beim exportierten argentinischen Fleisch zu passen, wenn der letzte Absatz in dem Artikel (siehe Link am Ende) stimmt. Allerdings haben sich offensichtlich auch in Argentinien die Haltungsbedingungen der Rinder deutlich verschlechtert, wie man dem Artikel ebenfalls entnehmen kann.

    Wie auch immer: Regional und artgerecht ist das Optimum, da geht Slowfood absolut den richtigen Weg :) Deshalb drücke ich Ihnen unbedingt die Daumen für Ihren Überzeugungsversuch!

    Viele Grüße, Monika Herbst

    http://diepresse.com/home/leben/ausgehen/743222/Steak_Den-Dreck-durfen-die-Argentinier-essen

  • #3

    monika-herbst (Dienstag, 17 März 2015 08:40)

    Tipp für Familien in Quedlinburg: In der Touristen-Informationon gibt es Schatzkarten. Perfekt, um Kinder zur Stadtbesichtigung zu motivieren. Mehr Infos dazu: http://magazin.harzinfo.de/das-kleine-gespenstquedlinburg/