Monika Herbst

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1. Etappe, Selketal-Stieg: Kurort-Charme & Industriegeschichte

Alexisbad im Ostharz war früher ein renommierter Kurort. Heute leben in dem kleinen Ort im Selketal gerade mal 40 Einwohner, vom Bahnhofsgebäude bröckelt die Farbe und statt der Prominenz verbringen vor allem Rentnergruppen aus Berlin ihren Urlaub dort. Und doch bekommt man beim Besuch eine Ahnung von dem Alexisbad, das es vor 100 Jahren gab. In Alexisbad startet unsere (abgekürzte) Wanderung entlang des Selketal-Stieges.

Selketalbahn mit Dampflok auf dem Weg von Gernrode nach Alexisbad
Von Gernrode aus fahren wir mit der Dampflok der Selketalbahn zum Ausgangsort der Wanderung nach Alexisbad
Schmaler Wanderweg von Alexisbad zur Verlobungsurne
Nicht kinderwagentauglich, aber schön - der Weg von Alexisbad zur Verlobungsurne. Verlobungsurne? Hat Urne nicht eher was mit Bestattung zu tun? Was hat sich Prinz Hugo dabei gedacht, als er das Ding Anfang des 19. Jahrhunderts bauen ließ?
Verlobungsurne auf dem Klippenweg zwischen Alexisbad und Mägdesprung
Für einen Kurpark war im Tal zu wenig Platz. Dafür gibt es rund um Alexisbad zahlreiche Denkmäler und Aussichtspunkte - wie hier die Verlobungsurne
Luisentempel auf dem Klippenweg zwischen Alexisbad und Mägdesprung
Der Luisentempel - ein weiterer der vielen Aussichtspunkte auf dem Klippenweg von Alexisbad nach Mägdesprung
Pioniertunnel auf dem Pionierweg zwischen Alexisbad und Mägdesprung
Wer traut sich als erstes durch den Fels? Der Pioniertunnel wurde 1900 gebaut. Kurz dahinter gibt es einen schönen Rastplatz, die Pionierklippe
Verrostetes altes Gitter, von dem die Farbe abblättert, in Mägdesprung/ Harz
Ankunft in Mägdesprung: Das aufwändig verzierte Gitter als Zeuge besserer Zeiten

Die Route: Per Dampflok geht es von Gernrode nach Alexisbad (Fahrtdauer: ca. 45 Minuten). Auf dem gut ausgeschilderten Selketal-Stieg wandern wir zunächst den Klippenweg entlang, von Alexisbad nach Mägdesprung (etwa 7 Kilometer, Achtung, nicht kinderwagentauglich). Anfangs hört man noch die Autos der darunter liegenden Bundesstraße. Bald wird es ruhig, nur noch das Stampfen der Dampflok weit unten im Tal dringt leise nach oben. Auf dem schmalen Wanderweg gibt es mehrere Aussichtspunkte. In Mägdesprung angekommen, geht es im Selketal weiter bis zu unserem Übernachtungsziel, dem Selketaler Waldgasthof (etwa 3 Kilometer). Wir sind ab Mägdesprung den Pfad an der plätschernden Selke entlang gelaufen. Die Alternative: Auf der anderen Flussseite gibt es eine asphaltierte, kaum befahrene Straße, die auch mit Kinderwagen befahrbar ist. 

Anschauen: Das Museum Carlswerk in Mägdesprung ist ein Industriebau aus dem 19. Jahrhundert. Bis 1910 wurden in Mägdesprung bundesweit gefragte Kunstgussarbeiten hergestellt - mit Eisenerz aus dem benachbarten Harzgerode. Im Museum bekommt man eine Ahnung von der industriellen Blütezeit Mägdesprungs - kostenlos und mit kundiger, freundlicher Führung.

Tipps: 


• Die Fahrt mit der Dampflok von Gernrode nach Alexisbad sollte man sich nicht entgehen lassen. Sie ist vor allem für Kinder ein tolles Erlebnis. Wichtig: Nicht immer ist eine Dampflok vor den Zug der Selketalbahn gespannt. Oft sind es nur normale Triebwagen. Dampflok-Fans sollten auf die entsprechende Kennzeichnung im Fahrplan achten (www.hsb-wr.de).


• Wer ab Gernrode mit der Selketalbahn fahren will, kann sein Auto wenige Gehminuten vom Bahnhof entfernt auf einem ausgeschilderten, kostenlosen Parkplatz abstellen. 


• Das Landhaus Selkemühle (rund zwei Kilometer hinter dem Selketaler Waldgasthof im Selketal liegend) ist geschlossen - für immer, wie es auf der Webseite heißt.


Einen Überblick über die komplette dreitägige Selketal-Stieg-Rundwanderung gibt es hier: Selketal-Stieg: Drei Tage Wanderglück


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