Monika Herbst

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Slow Food statt XXL-Schnitzel

Mitgliederversammlung - das klingt nach endlosen Reden und langweiligen Regularien. Zum Glück ist das bei Slow Food anders. Das Treffen im Harz beginnt mit Kuchen. Und der schmeckt so großartig, so fluffig und so intensiv schokoladig, dass der Tag in guter Erinnerung bleiben wird - egal, was noch kommt.

Doch, geredet wird bei der Versammlung im Landhaus Kemper auch. Aber das stört nicht. Wir genießen trotzdem. Das Verkosten regionaler Produkte steht unter Punkt 4 ganz offiziell auf der Tagesordnung. Wir arbeiten also. Dabei sind wir noch längst nicht bei Punkt 4 angekommen. Macht nichts, der Apfelsaft der Mosterei Malus schmeckt trotzdem ganz fantastisch. Später dann das Buffet. Mein Favorit ist der Wildkräutersalat. Er schmeckt unglaublich aromatisch und lässt jeden Standard-Supermarktsalat um Längen hinter sich.

 

Aber ich komme vom Thema ab. Denn wie gesagt, es wurde an dem Nachmittag auch geredet. Und zwar Wichtiges. Es ging um die Frage, wie Urlauber solche leckeren Harzer Spezialitäten finden können. Im Moment ist es nämlich so, dass, wer im Internet nach regionalem Harzer Essen sucht, mit XXL-Schnitzeln und Windbeuteln abgespeist wird, wie die Kommunikationsberaterin und Grünen-Politikerin Antje Radcke in ihrem Vortrag erklärt. Das ist natürlich nicht im Sinne der Slow-Food-Leute, die den Gästen doch vielmehr qualitativ hochwertiges Essen anbieten wollen - artgerechte Viehzucht, die Bewahrung regionaler Geschmacksvielfalt und ähnliches. Die Lösung heißt: Ab ins Internet - und zwar gemeinsam. So viel wird an dem Nachmittag klar. Wie gut das Internet als Plattform für sinnliches Essen geeignet ist, dafür ist Antje Radcke mit ihrem Food-Blog ein schönes Beispiel.

 

Wer schon mit dem Probieren loslegen will, der findet hier die drei Harzer Restaurants, die im kürzlich erschienen Slow-Food-Genussführer empfohlen werden: Landhaus Kemper (Tipp: Michael Woyke, ehemaliger Koch im Landhaus Kemper, hat im Frühjahr sein eigenes Restaurant eröffnet, die Harzer Speisekammer, ebenfalls nach Slow-Food-Kriterien. Dort kann man am Wochenende auch mittags essen), Polsterberger Hubhaus und Rodelhaus (in diesem Blog-Eintrag gibt es weitere Infos zum Rodelhaus) 

 

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